Vortrag: Matriarchale Gesellschaften am 25.09., 19 Uhr

MATRIACHALE GESELLSCHAFTEN
AM BEISPIEL DER BUBIS AUS ÄQUATORIALGUINEA

In der westlichen Welt ist die patriarchalische Ordnung die Regel. Sie ist allerdings nicht der einzige Lebens- und Gesellschaftsentwurf für soziale Organisation. Die moderne Matriarchatsforschung zeigte bereits, dass das Matriarchat in der Frühzeit eine weitverbreitete Form der gesellschaftlichen Ordnung war. Später verbreitete sich das Patriarchat und ihre Ökonomie-Form durch Völkerwanderung und durch den Kolonialismus überall auf der Welt.

Nur wenige anzestrale matriarchalische Traditionen konnten den Vormarsch des Patriarchats überleben. Viele bewahrten ihre Traditionen und viele anderen entwickelten moderne synkretische (hybride) gesellschaftliche Formen, die beide Traditionen vereinen. Matriarchale Gesellschaften zeichnen sich dadurch aus, dass sie auf die Egalität beider Geschlechter abzielen. Jedes Geschlecht hat somit eine eigene Aktionssphäre, mit eigenen ökonomischen, rituellen und sozialen Bereichen. Frauen haben das Verteilungsrecht der Ressourcen und haben eine politische Organisation basierend auf einer Konsensdemokratie, in der alle Mitglieder des Clans, des Dorfes und (je nach Größe) der Region sich gegenseitig beraten. Die kommunikative Kompetenz der Matriarchinnen hat eine besondere große Stellung in diesen Gesellschaften. Diese Kompetenz wird von Generation zu Generation weitergeben.  

In dieser Veranstaltung werden wir uns an die matriarchalische Tradition annähern, in dem wir mit Mercedes Lobede, Bubi, Äquatoguineanerin ins Gespräch gehen. Die Ethnie der Bubis, aus Äquatorialguinea, ist eine matriarchalische und matrilineale Gesellschaft. Sie leben auf der Insel Bioko, die im Golf von Guinea, etwa 40 km weit entfernt von der Küste Kameruns liegt. Wir werden sehen, wie eine matriarchale Gesellschaft in modernen Zeiten aussehen kann und welche Auswirkung eine gesellschaftliche Ordnungsform, die Frauen von klein auf aufblühen lässt, auf die Entwicklung ihrer Fähigkeiten im Erwachsenen Alter haben kann.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Romanischen Seminar der Universität Mannheim statt.

Das Gespräch wird auf Spanisch stattfinden und wird konsekutiven übersetzt.

Referentin: Mercedes Lobede @mercedes.lobede.psicologa

Moderation: Andrea Chagas @andrea_ceache

Übersetzung: Carla Seeger

Teilnahme online über Zoom mit diesem Link:

Zoom-Meeting beitreten https://uni-mannheim.zoom.us/j/63898141586
Meeting-ID: 638 9814 1586 Schnelleinwahl mobil +496950502596

Für eine Teilnahme vor Ort gelten die 3G-Regeln (geimpft, getestet, genesen).

Bei Fragen könnt ihr euch gerne melden!